ArtGlas
Artglas: Ästhetik und Brillanz in Glas vollendet
Artglas ist die Verbindung von handwerklicher Tradition und technischer Perfektion. In der Welt der Glaskunst sind die Anforderungen einzigartig: Es geht um Brillanz, Farbtiefe und eine Viskosität, die dem Glasmacher maximale Freiheit bei der manuellen Entnahme lässt. Ob für mundgeblasene Unikate, Mosaike oder exklusive Glasobjekte – die Basis für jedes Meisterwerk ist eine absolut reine und im Hafen perfekt geführte Schmelze.
Da die Herstellung von Farbglas oft in kleineren Mengen und mit häufigen Farbwechseln erfolgt, ist der Hafenofen das Herzstück jeder Kunstglashütte. Die IWG entwickelt spezialisierte Hafenofen-Konzepte, die eine gradgenaue thermische Führung ermöglichen, um Farbschwankungen oder Trübungen zu vermeiden. Wir schaffen die technologische Grundlage, damit Glashütten aus der flüssigen Masse zeitlose Kunstwerke erschaffen können.

Artglas // IWG Glasofenbau
Echt-Antikglas & Mundgeblasenes Glas aus Kalk- Natron-glas
Dieses Glas lebt von seiner unverwechselbaren Struktur und Brillanz. Im Hafenofen kontrollieren wir die Temperatur so präzise, dass die charakteristischen kleinen Bläschen und die leichte Welligkeit – die das Glas erst authentisch machen – erhalten bleiben. Gleichzeitig stellen unsere Anlagen sicher, dass das Glas eine ideale Zähigkeit für das Ausblasen an der Pfeife behält. Es bildet die ästhetische Basis für anspruchsvolle Restaurierungen und moderne Glaskunst, bei der die Handschrift des Machers im Material sichtbar bleiben soll.
Echt-Antikglas ist heute der unverzichtbare Standardwerkstoff für die Denkmalpflege, hochwertige Kirchenfenster und exklusive architektonische Akzente im Innenbereich. Ein klassisches Anwendungsbeispiel ist die Fertigung von mundgeblasenen Glaszylindern, die später zu flachen Glastafeln aufgeschnitten werden. Hier sorgt das im Hafen geschmolzene Glas für ein lebendiges Lichtspiel und eine Farbtiefe, die mit industriellen Verfahren nicht erreicht werden kann – ein entscheidender Faktor für die Atmosphäre und Authentizität historischer Gebäude.
Eine Besonderheit des Antikglases ist seine enorme Vielseitigkeit durch die Zugabe von Metalloxiden direkt im Hafen. So entstehen Farbnuancen, die Licht auf eine Weise brechen, die dem Betrachter Tiefe und Wärme vermittelt. Diese Materialflexibilität macht den Hafenofen zum idealen Werkzeug: Da im Hafen auch kleine Mengen individuell geschmolzen werden können, lassen sich Farbtöne exakt auf die Vorgaben von Künstlern oder Denkmalschützern abstimmen. Der Hafenofen ist damit nicht nur ein Schmelzgerät, sondern der physikalische Schlüssel zur Bewahrung und Neugestaltung gläserner Kulturgüter.
Schmelzwanne
Hafenofen für Kalk-Naton-Glas
Schmelzwanne
Hafenofen mit mehreren Häfen für Kalk- Natron-Glas
Schmelzwanne
Tageswannen für
Kalk-Natron-Glas
Opal- & Opaleszentglas
Opalglas ist ein getrübtes Glas, das sich durch seine milchige Optik und eine sanfte Lichtstreuung auszeichnet. Es bildet die Basis für Lichtlösungen, bei denen Blendfreiheit und eine warme Atmosphäre im Vordergrund stehen. Die charakteristische Trübung entsteht im Hafenofen durch das kontrollierte Ausscheiden von Kristallen während des Abkühlens oder durch spezifische Trübungsmittel wie Fluoride.
Opalglas ist ein getrübtes Glas, das sich durch seine milchige Optik und eine sanfte Lichtstreuung auszeichnet. Es bildet die Basis für Lichtlösungen, bei denen Blendfreiheit und eine warme Atmosphäre im Vordergrund stehen. Die charakteristische Trübung entsteht im Hafenofen durch das kontrollierte Ausscheiden von Kristallen während des Abkühlens oder durch spezifische Trübungsmittel wie Fluoride.
Opaleszentglas ist der unverzichtbare Werkstoff für die klassische Tiffany-Glaskunst sowie für hochwertige Leuchtenkörper und dekorative Verglasungen. Ein klassisches Anwendungsbeispiel ist die Fertigung von wolkigen Glasplatten, die in der Kunstverglasung eingesetzt werden. Hier sorgt das präzise im Hafen geführte Glas für ein fließendes Farbspiel, das bei Durchleuchtung seine volle Pracht entfaltet – ein entscheidender Faktor für das emotionale Design in der Architektur.
Schon geringste Temperaturschwankungen im Hafenofen können die Dichte der Trübung verändern. Unsere Hafenöfen bieten hier die notwendige Stabilität, um die Entmischung der Trübungsteilchen zu verhindern. So bleibt das Glas vom Boden des Hafens bis zur Oberfläche homogen. Diese exakte Prozessführung ermöglicht es Künstlern, sich auf eine gleichbleibende Opazität verlassen zu können, was besonders bei großflächigen Kunstwerken für ein harmonisches Gesamtbild sorgt.
Schmelzwanne
Elektrische Wanne
für Opalglas
Schmelzwanne
Hafenofen oxyfuel- /gasbeheizt für Opalglas
Konditionierung
Hafenofen mit mehreren Häfen für Opalglas
Überfangglas (Multilayer)
Überfangglas ist ein technisches Meisterwerk des Kunsthandwerks, bei dem eine oder mehrere farbige Glasschichten auf einen meist klaren Glaskörper aufgebracht werden. Dies erfordert eine extrem hohe chemische Beständigkeit und eine perfekte Abstimmung der Ausdehnungskoeffizienten (AK-Werte) der beteiligten Gläser. Nur wenn die Schichten im Hafenofen exakt auf derselben technologischen Basis geschmolzen werden, bleibt das Glas nach dem Erkalten spannungsfrei.
Überfangglas ist der Standardwerkstoff für hochwertige geschliffene Vasen, Pokale und kunstvolle Glasobjekte, bei denen durch Abtragen der Farbschicht (Schleifen oder Ätzen) filigrane Muster entstehen. Ein klassisches Beispiel ist das „Böhmische Kristallglas“, bei dem eine rubinrote Schicht ein klares Kristallglas überzieht. Hier ermöglicht die Hafenofen-Technik das gleichzeitige Bereitstellen verschiedener Farben in getrennten Häfen, um den Überfangprozess ohne Zeitverlust durchzuführen.
Die größte Herausforderung beim Überfangglas ist die physikalische Synergie zwischen den Schichten. Da die farbige Schicht oft sehr dünn ist, muss die Viskosität im Hafen exakt eingestellt sein, um beim „Postenholen“ eine gleichmäßige Schichtdicke zu garantieren. Durch die gradgenaue Steuerung unserer Öfen wird verhindert, dass die Farben im Hafen „ausbrennen“ oder sich thermisch verändern. Damit ist der Hafenofen das unverzichtbare Präzisionsinstrument für Glashütten, die höchste Ansprüche an Kontrastreichtum und feinste Bearbeitungsdetails ihrer Kunstwerke stellen.
Schmelzwanne
Hafenofen für Überfangglas
Schmelzwanne
Hafenofen mit mehreren Häfen für Überfangglas
Schmelzwanne
Tageswannen für
Überfangglas
Schmelzwanne
Elektrische Wanne
für Überfangglas
Kristallglas
Kristallglas ist ein hochwertiges Silikatglas, das durch den Einsatz von Oxiden wie Barium oder Zink eine außergewöhnliche Lichtbrechung und Dichte erhält. Es bildet die moderne Spitze der gläsernen Tafelkultur und zeichnet sich durch seinen hellen, langanhaltenden Klang sowie eine beeindruckende optische Reinheit aus, was es zum idealen Material für anspruchsvolle Designs und feine Strukturen macht.
Als Standardwerkstoff für hochwertige Kelchgläser, Dekanter und moderne Wohnaccessoires bietet Kristallglas maximale Farblosigkeit. Ein klassisches Anwendungsbeispiel ist die Fertigung von brillant glänzenden Trinkglasspindeln. Das im Hafenofen geschmolzene Glas garantiert hierbei eine makellose Ästhetik. Die hohe Lichtbrechung sorgt dafür, dass das einfallende Licht brillant reflektiert wird – ein entscheidender Faktor für die Wertigkeit und das Prestige im zeitgenössischen Luxussegment.
Eine Besonderheit dieses Glases ist die optimierte Viskosität für präzise Formgebungen. Es bietet dem Glasmacher genau das richtige Zeitfenster für filigrane Arbeiten am Hafen. Im Hafenofen ist dabei eine extrem stabile Temperaturführung essenziell, um die Homogenität der Schmelze zu bewahren. Unsere IWG-Hafenöfen gewährleisten dies durch eine präzise Wärmeverteilung, sodass das Kristallglas über den gesamten Fertigungszeitraum hinweg eine identische, schlierenfreie Qualität aufweist.
Schmelzwanne
Hafenofen für Kristallglas
Schmelzwanne
Hafenofen mit mehreren Häfen Kristallglas
Schmelzwanne
Tageswannen für
Kristallglas
Schmelzwanne
Elektrische Wanne
für Kristallglas
Bleikristall
Bleikristall ist ein exklusives Silikatglas, das durch einen hohen Anteil an Bleioxid eine unübertroffene Lichtbrechung und ein hohes Eigengewicht erhält. Es bildet die traditionelle Spitze der gläsernen Tafelkultur und zeichnet sich durch seinen tiefen, satten Klang und die besondere Weichheit im heißen Zustand aus, was es zum perfekten Material für tiefgehende, aufwendige Schliffe macht.
Bleikristall ist der bevorzugte Werkstoff für schwere Glasskulpturen, luxuriöse Flakons und prachtvolle Lüfterbehang-Elemente. Ein klassisches Anwendungsbeispiel ist die Fertigung von handgeschliffenen Prunkvasen. Hier sorgt das im Hafen geschmolzene Glas für ein Maximum an Brillanz und „Feuer“. Die enorme Lichtbrechung zerlegt einfallendes Licht in ein funkelndes Regenbogenspektrum – das Markenzeichen für höchste Handwerkskunst und Opulenz im Premiumsegment.
Eine Besonderheit von Bleikristall ist die deutlich längere Verarbeitungszeit („langes Glas“). Es bleibt im Vergleich zu Standardgläsern länger formbar, was dem Glasmacher am Hafen den nötigen Spielraum für komplexe manuelle Formgebungen lässt. Im Hafenofen ist die Führung kritisch, da Bleianteile zur Seigerung (Absinken) neigen. Unsere IWG-Hafenöfen verhindern dies durch eine kontinuierlich homogene Wärmeverteilung, sodass das Glas vom ersten bis zum letzten Posten die identische, schwere Qualität behält.
Schmelzwanne
Hafenofen für Überfangglas Bleikristall
Schmelzwanne
Hafenofen mit mehreren Häfen Bleikristall
Schmelzwanne
Tageswannen für
Bleikristall
Art-Glas: Ästhetik, Möglichkeiten und technologische Grenzen
Die Welt des Art-Glases ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus Licht, Farbe und Form. Im Gegensatz zu industriellem Flachglas steht hier die individuelle Ausdruckskraft des Materials im Vordergrund. Doch so grenzenlos die künstlerische Freiheit scheint, so eng sind die physikalischen Grenzen gesteckt. Art-Glas ist ein sensibler Werkstoff, der Ingenieure und Glashütten vor große Herausforderungen stellt. Die physikalischen Parameter sind extrem schmal definiert und erfordern ein tiefes Verständnis der Materialwissenschaft, um im fertigen Kunstwerk keine qualitativen Einbußen zu erleiden.
Eine der größten Hürden in der Fertigung ist die chemische Kompatibilität, ausgedrückt durch den Ausdehnungskoeffizienten (AK-Wert). Licht besteht aus Wellenlängen, die durch verschiedene Farboxide im Glas unterschiedlich beeinflusst werden – doch viel kritischer ist, dass jede Farbe das Ausdehnungsverhalten des Glases verändert. Ohne aufwendige Abstimmung führt das Kombinieren verschiedener Farben unweigerlich zu inneren Spannungen, die das Glas beim Abkühlen oder sogar erst Wochen später zerreißen lassen.
Ein weiteres kritisches Feld sind die thermisch induzierten Spannungen während der Entnahme am Hafen. Da Glas ein schlechter Wärmeleiter ist, führen kleinste Unregelmäßigkeiten in der Hafen-Temperierung zur sogenannten Spannungsdoppelbrechung, welche die Brillanz mindert und das Material spröde macht.
Zudem ist die chemische Beständigkeit ein limitierender Faktor. Besonders kräftige Farbgläser, die mit Seltenen Erden oder Schwermetallen dotiert sind, neigen zur Hydrolyse – sie reagieren empfindlich auf Luftfeuchtigkeit und können mit der Zeit „erblinden“. Diese Schwächen machen deutlich, dass hochwertiges Art-Glas kein Standardprodukt ist, sondern ein sensibler Hochleistungswerkstoff, dessen Handhabung eine technologische Umgebung erfordert, die diese Defizite proaktiv kompensiert.
Weitere Möglichkeiten von Art-Glas
Über die klassischen Kirchenfenster oder Vasen hinaus bietet modernes Art-Glas heute Möglichkeiten, die bis in die High-End-Architektur und das Luxus-Design reichen. Durch neue Schmelzverfahren im Hafenofen lassen sich heute Dichroitische Gläser herstellen, die je nach Betrachtungswinkel die Farbe wechseln, oder extrem belastbare Gussgläser (Casting) für massive Skulpturen, die wie flüssiges Eis wirken. Auch die Kombination von opaken und transparenten Schichten im Überfangverfahren erlaubt optische Tiefenwirkungen, die mit keinem anderen Werkstoff der Welt reproduzierbar sind. Diese Materialvielfalt macht Art-Glas zum bevorzugten Medium für Designer, die Licht nicht nur reflektieren, sondern gestalten wollen.
Wie wird Art-Glas hergestellt? Der Prozess im Hafenofen
Der Herstellungsprozess von Art-Glas ist eine technologische Gratwanderung zwischen extremer Hitze und handwerklicher Präzision. In einer modernen Glashütte gleicht die Fertigung eher einer Alchemie, bei der jedes Milligramm der Farboxide über Brillanz oder Trübung entscheidet. Bei der IWG setzen wir hierbei konsequent auf den Hafenofen, da dieser die nötige Flexibilität und Reinheit für kleine, hochwertige Chargen bietet.
Der Prozess gliedert sich in folgende entscheidende Phasen:
- Die Hafenschmelze: Das Gemenge aus feinstem Sand und spezifischen Metalloxiden wird in Schamottehäfen geschmolzen. Der Hafen schützt die Schmelze vor direktem Kontakt mit den Brennerflammen und verhindert so Verunreinigungen, die die Farbtreue gefährden könnten.
- Physikalische Läuterung: Hierbei werden Gaseinschlüsse eliminiert. Durch eine präzise Steuerung der Viskosität steigen selbst kleinste Mikroblasen an die Oberfläche. Dies erfordert eine exakte thermische Führung im Hafen, um die Schmelze flüssig genug für den Aufstieg der Blasen, aber zäh genug für die spätere Entnahme mit der Glasmacherpfeife zu halten.
- Homogenisierung und Konditionierung: Um Schlierenbildung im Farbglas zu vermeiden, muss die Schmelze thermisch perfekt ausgeglichen sein. Unsere Hafenöfen sorgen dafür, dass sich die Temperatur im gesamten Hafenvolumen gleichmäßig verteilt, bevor der Glasmacher das Material entnimmt.
- Feinkühlung (Tempern): Dies ist der langwierigste Schritt. Um die oben genannten inneren Spannungen zu vermeiden, wird das fertig geformte Kunstwerk in computergesteuerten Kühlöfen über Stunden oder Tage nach einem exakten Zeitplan abgekühlt.
IWG Glasofenbau – Ihr Partner für Glasöfen für Art-Glas
Die Produktion von High-End-Artglas erfordert Anlagen, die mehr sind als bloße Brennkammern. Als Prozessarchitekten für Glashütten und Manufakturen entwickelt die IWG hochpräzise Hafenofen-Lösungen, die thermische Stabilität über den gesamten Arbeitszyklus garantieren.
Unsere Anlagenkonzepte sind darauf ausgerichtet, die Barrieren der Farbglasfertigung zu durchbrechen. Durch präzise regelbare Beheizungssysteme erreichen wir eine thermische Konstanz, die herkömmliche Systeme weit übertrifft. Wir wissen, dass Glaskünstler am Hafen auf eine verlässliche Viskosität und absolute Schlierenfreiheit angewiesen sind – daher integrieren wir modernste Steuerungstechnik, die den Schmelzprozess exakt reproduzierbar macht.
Die IWG bietet maßgeschneiderte Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse des Kunsthandwerks zugeschnitten sind. Wir begleiten Sie von der thermischen Simulation bis zur Inbetriebnahme vor Ort. Mit uns entscheiden Sie sich für einen Partner, der die Sprache der Glasmacher versteht und die technologische Umgebung für Ihre künstlerischen Innovationen schafft.